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Montag, 17. September 2012

Segway

Hatten wir einem Freund zum 50. Geburtstag geschenkt. Eine Tour mit diesen Teilen - mit seinen Freunden. Mein Mann war gleich raus. Ich habe den Spaß mitgemacht. Ich würde sowas aus eigenem Antrieb nicht machen, meine Wünsche wären andere. Aber wir hatten gestern eine lustigen Vormittag. Bei herrlichem Wetter ging es zwei Stunden mit den Dingern durch den Wald. Ich kann nun sagen, dass ich es mal gemacht habe. Ich muss es aber nicht nochmal machen. Geräusch und Körperhaltung haben mich vielleicht zu sehr ans Rasenmähen erinnert. Vor ein paar Jahren hatte wir mal so eine Geburtstagstour mit den unterschiedlichsten gemieteten Liegerädern gemacht. Das fand ich lustiger und es gab sogar tolle Fahrzeuge mit denen man die Kinder mittransportieren konnte. Diemal waren sie außen vor, kamen mit dem Mann zum Mittagessen im Biergarten nach. Auch schön.


Samstag, 15. September 2012

Technik


Unser Wäschetrockner ist kaputt. Ein Markengerät. Seit drei Jahren ärgern wir uns mit dem Ding rum. Wärmepumpentrockner. Super energiesparend, aber wohl auch recht anfällig. Gestern war der Kundendienst da. Er rät zum Austauschgerät ab 250,- €. Alternativ eine Reperatur für 180,- €. Wir sind frustriert. Ich brauche nicht alle drei Jahre einen neuen Trockner. Solche Entscheidungen hasse ich. Die Wahl zwischen Pest und Cholera. Und man hat immer das Gefühl, das Falsche getan oder veräppelt worden zu sein. Im Moment trocknen Sonne und Wind für uns. Das wird aber im Winter nicht funktionieren.


Freitag, 14. September 2012

Biokiste

Ab Oktober werde ich vier Tage in der Woche zum Arbeiten unterwegs sein- Das heißt, die Zeit für Haushaltsorganisation ist noch begrenzter. Auf andere Schultern um verteilen lässt sich auch nicht mehr allzuviel. Ein großer Posten ist der Wocheneinkauf. Aus Gründen der Zeitersparnis kaufen wir - bis auf Brot und ab und an etwas Obst/Salat - nur einmal in der Woche ein. Das erfordert entsprechende Planung, auch bei der Rezeptauswahl. Montag bis Donnerstag essen wir alle in der Schule und auf der Arbeit. Bleibt das Wochenende und ein bisschen was zusätzlich zum buchstäblichen Abendbrot. Bisher war der Donnerstag immer mein Einkauftag.

Seit ein paar Wochen haben wir eine Biokiste abonniert. Ein Teil der Nachbarschaft tut das schon länger, also fährt der Transporter nicht extra wegen uns hier vorbei. Geliefert wird am Freitag früh. Sehr früh. Wenn ich kurz nach 6.00 Uhr die Zeitung reinhole, steht schon alles bereit. Hat was von Heinzelmännchen. Fazit bisher: Feine Sache! Alles ist sehr frisch, reif, regional und lecker. Die Rezepte sind einfach nachzukochen, die noch fehlenden Zutaten kann ich auf dem Heimweg von der Arbeit oder zu Hause mit dem Fahrrad einkaufen. Schön, meinen einzigen Wochentag zu Hause dann nicht mit Autofahren verbringen zu müssen. Auf dem Lieferschein sind rückseitig die Rezepte abgedruckt und eine Rezeptvorschau für die nächste Woche. So weiß ich, was es gibt, ob wir es mögen und was ich ergänzend bestellen/einkaufen muss. Ich bin ein ausgesprochener Rezeptkocher, total unkreativ im Improviesieren. Also für mich perfekt. Die Abwicklung geht ganz unkompliziert über den Online-Shop. Ergänzungen, Streichungen, Lieferpausen. - alles kein Problem und noch am Vortag der Lieferung möglich. Weiterer Vorteil: Wir haben deutlich weniger Müll, das hatte mich bei den Bio-Sachen aus dem Supermarkt zunehmend genervt. Jede Gurke in Plastik eingeschrumpft, Tomaten, Karotten, Zucchini, Kräuter in Plastikboxen, Salat und Kartoffeln in der Tüte, Zwiebeln im Plastiknetz. Die konventionellen Produkte gab es stets lose... Bei der Kiste gibt es nur eine große Tüte zwischen Kiste und Ware. Und die lässt sich wunderbar als Mülltüte verwenden. Muss ich also auch nicht mehr kaufen. Insgesamt geben wir sogar etwas weniger für Lebensmittel aus als zuvor. Wahrscheinlich, weil ich jetzt noch gezielter durch den Supermarkt hechte, da landet weniger Schnickschnack im Wagen.


Donnerstag, 6. September 2012

Verpflastert

Um demnächst meine neue Arbeitsstelle anzutreten habe ich ein ärztliches Attest gebraucht. Keine Ahnung, ob das zulässig ist. Ich bin zum Glück gesund, deshalb war es mir egal. Nervig ist nur, dass ein kleines Kunststück ist, mir Blut abzunehmen. Zwanzig Minuten haben zwei Arzthelferinnen gebraucht. Das ist immer so. Liegt wohl an den Venen und am eher niedrigen Blutdruck.

Dienstag, 28. August 2012

Ausgedreht

Hat sich heute das Karussel vor unserer Haustür. Das Fest ist vorbei. Wir können wieder nach Hause. Gutes Gefühl. Da kann es bei den Schwiegereltern noch so nett sein.

Montag, 27. August 2012

Penthouse

Sonntag Mittag eine Einladung zum Brunch anlässlich einer Wohnungseinweihung. Die neue Bleibe hat stolze 200 m² und zieht sich über zwei Etagen. Netter Ausblick auf den Spessart. Erleichtert stelle ich fest, dass ich kein bisschen neidisch bin. Sehr schön, aber meins wäre es nicht. Ich mag den alten Kasten hier lieber, auch wenn er nicht perfekt ist. Aber das bin ich selbst ja auch nicht. Fällt dann vielleicht auch nicht so auf.

Mittwoch, 4. April 2012

Alter Kram

Ich gehe gerne auf Flohmärkte.






































Meine Kinder nehme ich oft mit. Manchmal möchten sie auch etwas kaufen. Das muss mir nicht zwangsläufig gefallen. Wir wägen ab, die Dinge finden nicht leicht den Weg in unser Haus. Herzenswünsche werden aber erkannt und - wenn erschwinglich - berücksichtigt. Allerdings passiert es in letzter Zeit immer häufiger, dass meine Kinder etwas geschenkt bekommen. Einige Verkäufer versuchen auf diesem Weg Dinge loszuwerden, die sich ohnehin kaum verkaufen lassen. Ich meine nicht Dinge, für die sich meine Kinder interessiert haben. Irgendetwas. Oft sind die Kinder selbst peinlich berührt. Sie stehen einfach an einem Stand und schauen und schwups bekommen sie irgendwelchen Kram in die Hand gedrückt. Schenk ich dir. Na danke!

Montag, 2. April 2012

Osterferien

Ferienbeginn. Wochen in denen alles wieder etwas entspannter ist. Alle Familienmitglieder haben Ferien, außer mir - trotzdem fühle ich mich wie im Urlaub. Nehme ich nicht diese Bahn, dann eben die nächste. Meine Arbeit ist nicht der anstrengende Faktor in meinem Leben.

Sonntag, 1. April 2012

Sonntagsei


Das jüngere Zwillingskind ist nun auch im Strickfieber. Jedes Sonntagsei wird ab sofort von einem Hühnchen gewärmt. Schließlich dauert es immer eine Weile, bis alle endlich am Tisch sitzen.




So gestärkt dann mit dem Rad zum Trödelmarkt. Kalte Finger geholt. Am Mittag war es aber warm genug, um Flammkuchen auf dem Bauernmarkt zu essen. Und Crêpe. Auch der Chardonnay war lecker. Sonntagswonnen. Etwas getrübt war die Stimmung trotzdem. Die Galle meiner Mutter ist akut entzündet und wird noch diese Woche gehen müssen.

Samstag, 31. März 2012

Samstagsritual

Samstag ist Markttag in der Provinzstadt. Heute bei fiesem Nieselregen. Trotzdem schön, geliebtes Ritual.

Etliche Kilo leckerste Äpfel aus dem Kahlgrund. Tomaten, die angeblich vorgestern noch in Italien hingen: "ehrlisch Signora, isch schwör!". Dreißig weiße Eier - diese Woche wird noch gefärbt. Tulpen zum Wohnung pimpen. Und Zuwachs für die Kochlöffelfamilie, der wird noch den letzten Rest aus den Töpfen holen.

Zum ersten Mal kein Geschleppe. Praktisch, der neue Hackenporsche. 






Freitag, 30. März 2012

Glückwunsch

Mein bester Freund hat heute Geburtstag. Er möchte den Tag mit sich selbst feiern, unternimmt was, macht es sich schön. Eigentlich eine feine Art, diesen Tag zu begehen. Es sich selbst gut gehen lassen. Trotzdem hoffe ich, dass wir bald auch mal wieder was gemeinsam feiern. Feiern kann man nämlich sehr gut mit ihm. Vieles kann man sehr gut mit diesem tollen Kerl. Prost mein Lieber, das hier ist für dich!



Kein Bild aus dem alten Haus übrigens. Vom alten Schiff natürlich.

Donnerstag, 29. März 2012

Morgenruhe

Mein freier Tag, die Ruhe vor dem Sturm.
Familiengroßeinkauf, der weite Weg von der Provinz in die große Stadt, müde Krieger abholen.
Noch aber ist es still im alten Haus.

Mittwoch, 28. März 2012

Der frühe Vogel

Das Arbeitshaus ist nicht sehr alt. In die Jahre gekommen höchstens. Hässlich anzusehen, aber sehr schön hinauszusehen. Morgens um halb acht genieße ich die Aussicht. Immerhin eine kleine Skyline, die Hügel des Taunus und ein verlässlich schuftender Mann - was will man mehr?!



Montag, 26. März 2012

Alles alt

Alt ist das Haus in dem ich lebe. 450 Jahre alt. Viele Leben wurden hier schon gelebt. Mein Leben lebe ich seit über 20 Jahren in diesem Haus, in diesem Jahr die Hälfte meines bisherigen Lebens.

Es ist wunderschön, es bröckelt, es hat Charme, es ist einzigartig, es hat Tücken und sehr frostige Phasen. Das Haus. Das Leben. Und manchmal auch die Liebe. Denn alt ist auch die Liebe, mit der ich lebe. 25 Jahre, ein Viertel eines Jahrhunderts. Darum: wunderschön, manchmal bröckelig, charmant, einzigartig, mit Tücken und frostige Phasen.

Manchmal möchte ich umziehen, träume vom Neubau. Alles anders, alles neu. Und bleibe doch, möchte es nicht missen: dieses Haus, dieses Leben und diese Liebe.

Sonntag, 25. März 2012

Guter Vorsatz

Mein Vorsatz für´s neue Lebensjahr: jedem Tag etwas gutes abgewinnen. Und es auf diesem Weg kommunizieren. Ich hätte das hier auch Paul-Hermann nennen können. Aber alte Liebe, altes Haus umschreibt sicher besser, warum es hier gehen wird.