Freitag, 30. November 2012

Alle Jahre wieder

Mein Kalender aus Kindertagen wird in diesen Tagen wieder aufgehängt. Die Mädels lieben ihn, auch wenn er gestalterisch eher von gestern ist. Man kann an ihm gut sehen, wie sich DIY-Trends verändern. In den 70ern gab es ihn als Bastelpaket: juteartiger Stoff mit vorgedruckten Konturen, Stoffmalfarben und Ringen zur Befestigung von Säckchen. Ursprünglich rote Filzsäckchen. Die sind irgendwann ein Opfer der Motten geworden. Dann haben wir jahrelang Frühstückstüten verwendet. War nur auf den ersten Blick praktisch. Letztes Jahr habe ich es dann endlich geschafft, Beutel aus Leinenstoff vom Schweden zu nähen. Jetzt geht das Befüllen ratzfatz.
























Ach ja: die Mädels teilen sich den Kalender, jede ist also achtmal dran. Das reicht. Sie haben sich noch nie beschwert und freuen sich auch an den Überraschungen der anderen.

Freitag, 23. November 2012

Aufgewühlt

Die große Tochter hat eine beste Freundin. Sie ist öfter hier zu Gast, übernachtet manchmal, hatte hier auch schon ein Geburtstagfrühstück. Sie lebt bei Ihrem Vater, gute zwanzig Kilometer von uns entfernt. Wir kennen ihn nur aus ihren Erzählungen. So kann das sein bei Kindern, die in Frankfurt Schulfreundinnen werden aber im Umland wohnen. Nun hat sie erzählt, dass ihr Vater einen Preis bekommt, weil er ein Buch geschrieben hat. Unter einen Pseudonym, das er anlässlich der Preisverleihung aufgibt. Wir sind aufgewühlt. Sprachlos. Und dankbar. Dankbar für das Vertrauen, das er in uns und seine Tochter hat und für die Freiheit, die er ihr lässt. Eigentlich unfassbar, wenn man sein Buch gelesen hat.

Dienstag, 20. November 2012

Toleranz

Das Thema beschäftigt mich gerade auf der Arbeit. Ich bin für eine Publikation auf der Suche nach Bildern zu Toleranz. Es beschäftigt mich und verfolgt mich sogar an der Bahnstrecke.


Montag, 19. November 2012

Dufte

Die Zwillinge haben den Martinsmarkt zum Kerzenziehen genutzt. Erst mussten sie eine halbe Stunde anstehen und die Kerzen selbst waren auch nicht in fünf Minuten gemacht. Eigentlich wollte ich viel früher los aber ich habe es nicht übers Herz gebracht sie zu bremsen. Soviel Ruhe, soviel Geduld, soviel Stolz. Nun duftet der ganze Raum nach Bienenwachs und erinnert an die Wärme des Sommers.



Sonntag, 18. November 2012

Zimmer frei

Auf dem Martinsmarkt der Freien Waldorfschule Wetterau gab es dieses solide Eigenheim für schlappe 10 €.
Der Frühling kann kommen...




Samstag, 17. November 2012

Krönung

Die Stadt vor meiner Haustür hat viele Wunden aus dem Bombennächten des letzten Weltkrieges. eine dieser Wunden ist nun zeitgemäß versorgt worden. Eine Privatinitative hat den Turm der alten Johanniskirche mit einem Stahlgerüst gekrönt, das die Silhouette der ursprünglichen Turmhaube aufgreift. Ungewohnt. Aber ich finde es ganz gelungen. Der Stadt stehen solche Ideen.


Freitag, 16. November 2012

Heinzelfrauen

"Warum habt ihr eigentlich keine Putzfrau?" Die Frage höre ich immer wieder. Sicher naheliegend bei drei Kindern und einem Job mit einstündiger Bahnpendleranfahrt. Als die Zwillinge klein waren, habe ich mir das tatsächlich immer mal gewünscht. Da war hier Land unter. Allerdings war mir die Optik der Wohnung damals relativ egal. Es gab wichtigeres. Vor allem Schlaf. Jede freie Minute wurde zum Ausgleich des nächtlichen Defizits genutzt. Einzig die Wäscheberge waren ein Problem, das man nicht ausblenden konnte. Da kam dann die vorangegangene Müttergeneration ins Spiel. Meine Schwiegermutter bügelt seither die Hemden ihres Sohnes und das bisschen Bügelwäsche das wir Mädels produzieren. Meine Mutter findet sich jeden Freitag hier zum Falten ein.

Als die Kinder älter wurden, wollte ich diese "Dienste" wieder zurückfahren. Die Mütter weigerten sich. Meine Mutter hat es inzwischen als festes Freitagsritual in ihrem Wochenablauf verankert. Am späten Vormittag eintrudeln, falten, mit uns zu Mittag essen, plauschen, falten, Kaffee und Kuchen, falten. Ich hatte anfangs Skrupel. Man meint ja, immer alles alleine schaffen zu müssen. Meine Mutter überzeugte mich damals mit den Worten "wenn ich  im Altenheim wäre und die Zeit mit Seidenmalerei totschlagen würde, hättest du auch kein Problem damit". Ertappt. Meine Mutter ist stark gebehindert. Es freut sie, dass wir sie brauchen. Sie macht sich gerne bei uns nützlich. Und wir genießen inzwischen alle diese Freitage. Sie leiten unser Wochenende ein. Sie ermöglichen uns, dass wir, wenn wir unter der Woche einigermaßen Ordnung gehalten haben, mit ein bisschen aufräumen, umdekorieren, staubsaugen und durchwischen hinkommen. In der Regel mache ich das am Freitagvormittag. Wenn ich was vorhabe, holen wir es am Nachmittag oder samstags nach. Und lassen es dann aber auch für den Rest der Woche gutsein. Ein Lernprozess. Aber keiner hat hier mehr Sehnsucht nach einer Putzfrau.


Donnerstag, 15. November 2012

Beute

Neulich auf dem Flohmarkt ergattert. Ein Nähkästchen für die beiden Jüngsten. Die sind so fleißig am Nähen, Sticken, usw. Jetzt also mit eigenem "Werkzeugkasten".


Mittwoch, 14. November 2012

Teatime

Zeit der Heißgetränke im alten Haus. Viel Tee. Gerne aber auch ein frisch gemahlener Kaffee. Mit angewärmter Milch. Im Winter ist das alte Haus ein kaltes Haus.

Dienstag, 13. November 2012

Aufgehübscht



Eines der kleinen Mädchen hat einen Lieblingspullover, der schon mal bessere Tage gesehen hat. Als mir neulich ein Knäuel scheußliche rote synthetik Fransenwolle beim Ausmisten in die Finger fiel, kam es zu einem Kurzprojekt. Einfach alle Kanten mit dem Fransengarn umhäkeln. Macht aus einem ollen Pulli ein fesches Teil. Und ein glückliches kleines Mädchen. Die Freundinnen wollen nun auch Fransenpullis. So wird man also unerwartet zum Trendsetter...

Montag, 12. November 2012

Rabimmel

Auf dem Platz vor unserer Haustür fand am Freitag das St. Martinsevent aller Kindergärten im Städtchen statt. Mir erschließt sich der Vorteil einer solchen Großveranstaltung nicht. 150 Kinder mit Eltern und Großeltern auf einem Haufen - St. Martin ist für mich eher ein stilles Fest. Da wir aber in diesem Jahr sozusagen im Martinsfest wohnen gehe ich mit den Jüngsten hin. Drei Feuerwehrautos für zwei Kinder (welche wohl?) mit echten Kerzen in der Laterne. Holz aufs Lagerfeuer darf auch nur ein Feuerwehrmann legen. Keine Erzieherin, kein Vater und schon gar keine Mutter. Ich staune. Immer wieder. Wie sind wir zu dieser Vollkaskomentalität gekommen?


Richtig stimmungsvoll ist der kleine private Umzug, den die Mädels gestern, am Martinstag, mit ihrer besten Freundin und deren Hund machen. Ohne Glühwein, besoffene Eltern und Feuerwehr. Eine Stunde lang ziehen wir, immer wieder alle Martinslieder singend, durch den Wald. Ich bin mir sicher, dieser Moment wird im Gedächtnis bleiben, nicht die Großveranstaltung.


Sonntag, 11. November 2012

In Planung






































Die Mädels filzen Figuren. Als ich sie frage, was sie damit vorhaben, schauen sie mich total entgeistert an. "Weihnachtsgeschenke, ist doch klar." Ok, vielleicht sollte ich mir in Sachen Vorausplanung mal ein Scheibchen von meinen Töchtern abschneiden...

Samstag, 10. November 2012

Freitag, 9. November 2012

UfO für die Füße


Sind mir neulich beim Umräumen in die Hände gefallen. Socken, die ich mal für die große Tochter angefangen hatte. Wenn ich mich jetzt beeile, hat wenigstens das jüngste Kind hier noch was zum Füße wärmen...

Donnerstag, 8. November 2012

Gezinkt


Viel zu recheln derzeit. Am besten geht das immernoch mit diesen alten Schätzchen. Sie sahen etwas Zahnlos aus. Taschenmesser gezückt und Implantate aus Haselzweigen geschnitzt. Gutes Gefühl, wenn sich etwas reparieren lässt.

Mittwoch, 7. November 2012

Isolierverglasung

Das Alte Haus hat alte Fenster. Einfachverglasung mit nicht wirklich dichten Rahmen. Die Fensterfläche ist groß, ca. 120 cm im Quadrat. Sitzt man abends mit dem Rücken zum Fenster am Küchentisch, hat man das Gefühl, jemand steht mit einem nassen kalten Handtuch hinter einem. Als es letzten Februar Minus 18 Grad hatte und man dem Gas im Ofen beim Verbrennen zuhören konnte, kam ich auf die Idee mit den Fleece-Decken. Billige Decken aus dem Ramschladen als Wintergardine. Brachten Behaglichkeit und eine satte Rückzahlung des Gasanbieters trotz gestiegener Preise. Tagsüber bleiben die Vorhänge offen. Im Sommer haben sie Pause. Nun habe ich sie wieder aufgehängt. Der Winter kann kommen.


Dienstag, 6. November 2012

Gemütlich



Je ungemütlicher es draußen wird, umso netter wird es drinnen. Die Kinder machen sich einen schönen Nachmittag mit Seidenpapier und Marmeladengläsern. Der Klassiker, immer wieder gerne genommen. Stimmungsaufheller.

Montag, 5. November 2012

Arbeitsweg


Der neue Weg zur Arbeit führt an einem großen Park entlang. Die Natur liefert einfach das beste Design.

Sonntag, 4. November 2012

Alter Schwede

Ferienrückblick. Nochmal bummeln. Während der Rest der Familie in Stralsund weilte, war ich mit der großen Tochter mal abends beim Schweden. Seit langem mal wieder. Herrlich, so 'ne große Tochter.


Samstag, 3. November 2012

Stadtbummel


Ferienrückblick. Herbst wie aus dem Bilderbuch. Fast noch Spätsommer. Enstspannt mit der Großen vorletztes Wochenende durch Aschaffenburg bummeln. Immer wieder schön das Städtchen. Die mich plagende Erkältung wird hartnäckig wegignoriert.

Freitag, 2. November 2012

Abgefahren

Kleiner Rückblick. Nach einer Woche Herbstferien ist es soweit. Meine Familie fährt in den Urlaub. Die große Tochter und ich bleiben zu Hause. Die eine genießt die Herbstferien, die andere bewältigt die Probezeit. Als wir am Bahnhof ankommen, bekommen die Jüngsten was geboten. Es gibt Leute, die sich schon am Sonntag Morgen um 8.00 für ihr ungewöhnliches Hobby begeistern können. Tolles Gefährt.

Donnerstag, 1. November 2012

Kinderküche

Der derzeitige Speiseplan in der Kinderküche. Da ist man doch gerne zu Gast: