Auf dem Platz vor unserer Haustür fand am Freitag das St. Martinsevent aller Kindergärten im Städtchen statt. Mir erschließt sich der Vorteil einer solchen Großveranstaltung nicht. 150 Kinder mit Eltern und Großeltern auf einem Haufen - St. Martin ist für mich eher ein stilles Fest. Da wir aber in diesem Jahr sozusagen im Martinsfest wohnen gehe ich mit den Jüngsten hin. Drei Feuerwehrautos für zwei Kinder (welche wohl?) mit echten Kerzen in der Laterne. Holz aufs Lagerfeuer darf auch nur ein Feuerwehrmann legen. Keine Erzieherin, kein Vater und schon gar keine Mutter. Ich staune. Immer wieder. Wie sind wir zu dieser Vollkaskomentalität gekommen?
Richtig stimmungsvoll ist der kleine private Umzug, den die Mädels gestern, am Martinstag, mit ihrer besten Freundin und deren Hund machen. Ohne Glühwein, besoffene Eltern und Feuerwehr. Eine Stunde lang ziehen wir, immer wieder alle Martinslieder singend, durch den Wald. Ich bin mir sicher, dieser Moment wird im Gedächtnis bleiben, nicht die Großveranstaltung.