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Donnerstag, 4. Oktober 2012

Immer...

...wenn es regnet, muss ich an dieses Lied denken. Das ich im Original schon so mochte, aber so noch mehr. Ich hab ein Faible für Hiphop. Moderne Lyrik. Immer wenn es regnet, denk ich an dieses Lied und an die vielen kleinen Situationen im Alltag, die mich an Erlebnisse, Dinge, Menschen denken lassen.

Montag, 17. September 2012

Segway

Hatten wir einem Freund zum 50. Geburtstag geschenkt. Eine Tour mit diesen Teilen - mit seinen Freunden. Mein Mann war gleich raus. Ich habe den Spaß mitgemacht. Ich würde sowas aus eigenem Antrieb nicht machen, meine Wünsche wären andere. Aber wir hatten gestern eine lustigen Vormittag. Bei herrlichem Wetter ging es zwei Stunden mit den Dingern durch den Wald. Ich kann nun sagen, dass ich es mal gemacht habe. Ich muss es aber nicht nochmal machen. Geräusch und Körperhaltung haben mich vielleicht zu sehr ans Rasenmähen erinnert. Vor ein paar Jahren hatte wir mal so eine Geburtstagstour mit den unterschiedlichsten gemieteten Liegerädern gemacht. Das fand ich lustiger und es gab sogar tolle Fahrzeuge mit denen man die Kinder mittransportieren konnte. Diemal waren sie außen vor, kamen mit dem Mann zum Mittagessen im Biergarten nach. Auch schön.


Samstag, 15. September 2012

Technik


Unser Wäschetrockner ist kaputt. Ein Markengerät. Seit drei Jahren ärgern wir uns mit dem Ding rum. Wärmepumpentrockner. Super energiesparend, aber wohl auch recht anfällig. Gestern war der Kundendienst da. Er rät zum Austauschgerät ab 250,- €. Alternativ eine Reperatur für 180,- €. Wir sind frustriert. Ich brauche nicht alle drei Jahre einen neuen Trockner. Solche Entscheidungen hasse ich. Die Wahl zwischen Pest und Cholera. Und man hat immer das Gefühl, das Falsche getan oder veräppelt worden zu sein. Im Moment trocknen Sonne und Wind für uns. Das wird aber im Winter nicht funktionieren.


Freitag, 14. September 2012

Biokiste

Ab Oktober werde ich vier Tage in der Woche zum Arbeiten unterwegs sein- Das heißt, die Zeit für Haushaltsorganisation ist noch begrenzter. Auf andere Schultern um verteilen lässt sich auch nicht mehr allzuviel. Ein großer Posten ist der Wocheneinkauf. Aus Gründen der Zeitersparnis kaufen wir - bis auf Brot und ab und an etwas Obst/Salat - nur einmal in der Woche ein. Das erfordert entsprechende Planung, auch bei der Rezeptauswahl. Montag bis Donnerstag essen wir alle in der Schule und auf der Arbeit. Bleibt das Wochenende und ein bisschen was zusätzlich zum buchstäblichen Abendbrot. Bisher war der Donnerstag immer mein Einkauftag.

Seit ein paar Wochen haben wir eine Biokiste abonniert. Ein Teil der Nachbarschaft tut das schon länger, also fährt der Transporter nicht extra wegen uns hier vorbei. Geliefert wird am Freitag früh. Sehr früh. Wenn ich kurz nach 6.00 Uhr die Zeitung reinhole, steht schon alles bereit. Hat was von Heinzelmännchen. Fazit bisher: Feine Sache! Alles ist sehr frisch, reif, regional und lecker. Die Rezepte sind einfach nachzukochen, die noch fehlenden Zutaten kann ich auf dem Heimweg von der Arbeit oder zu Hause mit dem Fahrrad einkaufen. Schön, meinen einzigen Wochentag zu Hause dann nicht mit Autofahren verbringen zu müssen. Auf dem Lieferschein sind rückseitig die Rezepte abgedruckt und eine Rezeptvorschau für die nächste Woche. So weiß ich, was es gibt, ob wir es mögen und was ich ergänzend bestellen/einkaufen muss. Ich bin ein ausgesprochener Rezeptkocher, total unkreativ im Improviesieren. Also für mich perfekt. Die Abwicklung geht ganz unkompliziert über den Online-Shop. Ergänzungen, Streichungen, Lieferpausen. - alles kein Problem und noch am Vortag der Lieferung möglich. Weiterer Vorteil: Wir haben deutlich weniger Müll, das hatte mich bei den Bio-Sachen aus dem Supermarkt zunehmend genervt. Jede Gurke in Plastik eingeschrumpft, Tomaten, Karotten, Zucchini, Kräuter in Plastikboxen, Salat und Kartoffeln in der Tüte, Zwiebeln im Plastiknetz. Die konventionellen Produkte gab es stets lose... Bei der Kiste gibt es nur eine große Tüte zwischen Kiste und Ware. Und die lässt sich wunderbar als Mülltüte verwenden. Muss ich also auch nicht mehr kaufen. Insgesamt geben wir sogar etwas weniger für Lebensmittel aus als zuvor. Wahrscheinlich, weil ich jetzt noch gezielter durch den Supermarkt hechte, da landet weniger Schnickschnack im Wagen.


Mittwoch, 12. September 2012

Autsch

Ohrlochstechen hängt bei uns wohl mit Schule zusammen. Die ersten Ohrlöcher gab es von der Großmutter - in Absprache mit uns - zur Einschulung. So hat sie es bisher bei all ihren Enkelinnen gehalten. Nun hat unser großes Mädchen ein prima Schuljahr hinter sich gebracht, so dass wir uns nach fast zwei Jahren intensiven wünschens ihrerseits, dazu durchgerungen haben, ihr den langgehegten Wunsch zu erfüllen. Mir widerstrebt es ja nach wie vor, ich habe wohl immer den unversehrten Babykörper vor meinem inneren Auge. Meine liebe Kollegin sagt immer: "Wenn der liebe Gott gewollt hätte, dass da ein Loch (wahlweise: Bild) ist, dann wäre da eins!" Mit Teenagern muss man manchmal über den eigenen Schatten springen. Was nicht heißt, dass jetzt jedes Jahr ein Blechteil hinzu kommt. Das muss reichen. Zumindest solange wir noch etwas einzuwilligen haben. Insgesamt bin ich zuversichtlich, dass die Tochter ihr Erwachsenendasein nicht schwerpunktmäßig mit dem Sammeln von Körperschmuck verbringen wird.



Samstag, 8. September 2012

Was bleibt

Hat uns sehr nachdenklich gemacht. Eine ganze Weile über die Leichen im Keller unserer Familien gesprochen und über das, was man Eltern/Geschwistern gerne mal sagen würde und was lieber nicht. Schöner Film.

Freitag, 7. September 2012

Hauptsache gesund

Als ich heute meinen Laborbefund und mein Attest bei der Hausärzten abhole, treffe ich eine alte Bekannte. Wir gehen spontan einen Kaffee trinken und ich erfahre, dass sie regelmäßig beim Arzt ist. Rheuma. Mit Anfang fünzig. Es beschäftigt mich. Wie schnell sich ein Leben verändern kann. Ich bin so dankbar, dass meines so ist, wie es ist. Und hoffentlich noch lange im Wesentlichen so bleibt.

Donnerstag, 30. August 2012

Count down

In genau einem Monat endet meine Zeit bei meinem bisherigen Arbeitgeber. Ein komisches Gefühl ist das schon. Nächste Woche werde ich nebenbei anfangen, sämtliche Schränke und Ordner nochmal durchzusehen, um eine ordentliche Übergabe hinzubekommen. Ich freue mich auch auf die neue Stelle. Etwas Wehmut bleibt. Ich hänge sehr an den Leuten, mit denen ich Arbeite. Am liebsten würde ich sie mitnehmen. Geht nicht. Aber ich bin ja nicht aus der Welt. Jetzt mache ich mir erstmal Gedanken, was ich noch als netten Abschluss anbieten könnte. Auch wenn keinem nach Feiern ist.

Dienstag, 28. August 2012

Ausgedreht

Hat sich heute das Karussel vor unserer Haustür. Das Fest ist vorbei. Wir können wieder nach Hause. Gutes Gefühl. Da kann es bei den Schwiegereltern noch so nett sein.

Montag, 27. August 2012

Penthouse

Sonntag Mittag eine Einladung zum Brunch anlässlich einer Wohnungseinweihung. Die neue Bleibe hat stolze 200 m² und zieht sich über zwei Etagen. Netter Ausblick auf den Spessart. Erleichtert stelle ich fest, dass ich kein bisschen neidisch bin. Sehr schön, aber meins wäre es nicht. Ich mag den alten Kasten hier lieber, auch wenn er nicht perfekt ist. Aber das bin ich selbst ja auch nicht. Fällt dann vielleicht auch nicht so auf.

Dienstag, 27. März 2012

Woche 6

An meinem kleinen Arbeitsplatz zu Hause hängt der Fastenkalender der evangelischen Kirche. Ein Geschenk meiner Schwiegermutter. Fand ich ihn zunächst unnötig, hat er mich schnell überzeugt. Schön gestaltet und mit Texten, die keine Predigten sind. Sieben Wochen ohne falschen Ehrgeiz. Gute Idee in Zeiten von höher, schneller, weiter. Heute stößt dieses Gedicht von Mascha Kaléko zum Denken an.

Einmal sollte man...

Einmal sollte man seine Siebensachen
Fortrollen aus diesen glatten Geleisen.
Man müßte sich aus dem Staube machen
Und früh am Morgen unbekannt verreisen.

Man sollte nicht mehr pünktlich wie bisher
Um acht Uhr zehn den Omnibus besteigen.
Man müßte sich zu Baum und Gräsern neigen,
Als ob das immer so gewesen wär.

Man sollte sich nie mehr mit Konferenzen,
Prozenten oder Aktenstaub befassen.
Man müßte Konfession und Stand verlassen
Und eines schönen Tags das Leben schwänzen.

Es gibt beinahe überall Natur,
- Man darf sich nur nicht sehr um sie bemühen -
Und soviel Wiesen, die trotz Sonntagstour
Auch werktags unbekümmert weiterblühen.

Man trabt so traurig mit in diesem Trott.
Die anderen aber finden, daß man müßte...
Es ist fast so, als stünd man beim lieben Gott
Allein auf der schwarzen Liste.

Man zog einst ein Lebenslos "zweiter Wahl".
Die Weckeruhr rasselt. Der Plan wird verschoben.
Behutsam verpackt man sein kleines Ideal.
- Einmal aber sollte man... (Siehe oben!)