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Freitag, 14. September 2012

Biokiste

Ab Oktober werde ich vier Tage in der Woche zum Arbeiten unterwegs sein- Das heißt, die Zeit für Haushaltsorganisation ist noch begrenzter. Auf andere Schultern um verteilen lässt sich auch nicht mehr allzuviel. Ein großer Posten ist der Wocheneinkauf. Aus Gründen der Zeitersparnis kaufen wir - bis auf Brot und ab und an etwas Obst/Salat - nur einmal in der Woche ein. Das erfordert entsprechende Planung, auch bei der Rezeptauswahl. Montag bis Donnerstag essen wir alle in der Schule und auf der Arbeit. Bleibt das Wochenende und ein bisschen was zusätzlich zum buchstäblichen Abendbrot. Bisher war der Donnerstag immer mein Einkauftag.

Seit ein paar Wochen haben wir eine Biokiste abonniert. Ein Teil der Nachbarschaft tut das schon länger, also fährt der Transporter nicht extra wegen uns hier vorbei. Geliefert wird am Freitag früh. Sehr früh. Wenn ich kurz nach 6.00 Uhr die Zeitung reinhole, steht schon alles bereit. Hat was von Heinzelmännchen. Fazit bisher: Feine Sache! Alles ist sehr frisch, reif, regional und lecker. Die Rezepte sind einfach nachzukochen, die noch fehlenden Zutaten kann ich auf dem Heimweg von der Arbeit oder zu Hause mit dem Fahrrad einkaufen. Schön, meinen einzigen Wochentag zu Hause dann nicht mit Autofahren verbringen zu müssen. Auf dem Lieferschein sind rückseitig die Rezepte abgedruckt und eine Rezeptvorschau für die nächste Woche. So weiß ich, was es gibt, ob wir es mögen und was ich ergänzend bestellen/einkaufen muss. Ich bin ein ausgesprochener Rezeptkocher, total unkreativ im Improviesieren. Also für mich perfekt. Die Abwicklung geht ganz unkompliziert über den Online-Shop. Ergänzungen, Streichungen, Lieferpausen. - alles kein Problem und noch am Vortag der Lieferung möglich. Weiterer Vorteil: Wir haben deutlich weniger Müll, das hatte mich bei den Bio-Sachen aus dem Supermarkt zunehmend genervt. Jede Gurke in Plastik eingeschrumpft, Tomaten, Karotten, Zucchini, Kräuter in Plastikboxen, Salat und Kartoffeln in der Tüte, Zwiebeln im Plastiknetz. Die konventionellen Produkte gab es stets lose... Bei der Kiste gibt es nur eine große Tüte zwischen Kiste und Ware. Und die lässt sich wunderbar als Mülltüte verwenden. Muss ich also auch nicht mehr kaufen. Insgesamt geben wir sogar etwas weniger für Lebensmittel aus als zuvor. Wahrscheinlich, weil ich jetzt noch gezielter durch den Supermarkt hechte, da landet weniger Schnickschnack im Wagen.


Donnerstag, 6. September 2012

Verpflastert

Um demnächst meine neue Arbeitsstelle anzutreten habe ich ein ärztliches Attest gebraucht. Keine Ahnung, ob das zulässig ist. Ich bin zum Glück gesund, deshalb war es mir egal. Nervig ist nur, dass ein kleines Kunststück ist, mir Blut abzunehmen. Zwanzig Minuten haben zwei Arzthelferinnen gebraucht. Das ist immer so. Liegt wohl an den Venen und am eher niedrigen Blutdruck.

Donnerstag, 30. August 2012

Count down

In genau einem Monat endet meine Zeit bei meinem bisherigen Arbeitgeber. Ein komisches Gefühl ist das schon. Nächste Woche werde ich nebenbei anfangen, sämtliche Schränke und Ordner nochmal durchzusehen, um eine ordentliche Übergabe hinzubekommen. Ich freue mich auch auf die neue Stelle. Etwas Wehmut bleibt. Ich hänge sehr an den Leuten, mit denen ich Arbeite. Am liebsten würde ich sie mitnehmen. Geht nicht. Aber ich bin ja nicht aus der Welt. Jetzt mache ich mir erstmal Gedanken, was ich noch als netten Abschluss anbieten könnte. Auch wenn keinem nach Feiern ist.

Mittwoch, 28. März 2012

Der frühe Vogel

Das Arbeitshaus ist nicht sehr alt. In die Jahre gekommen höchstens. Hässlich anzusehen, aber sehr schön hinauszusehen. Morgens um halb acht genieße ich die Aussicht. Immerhin eine kleine Skyline, die Hügel des Taunus und ein verlässlich schuftender Mann - was will man mehr?!